Aktuelles aus 2025

Mitgliederversammlung 2025

Am 07.04.2025 fand in den Räumlichkeiten des Schießzentrums Unna – Hamm die jährliche Mitgliederversammlung statt.

Nach dem Signal der Bläser „Begrüßung“ eröffnete Hegeringleiter Ulrich Närdemann die Mitgliederversammlung und begrüßte die Mitglieder und Teilnehmer der Versammlung.

Als Ehrengäste wurden begrüßt:

Jochen Trebing Ehrenvorsitzender
Elke KappenBürgermeisterin Kamen
Bernd SchäferBürgermeister Bergkamen
Johannes Laurenz1. Vorsitzender des KJS Unna
Sabine RimbachVertreter des KJS Unna
Thomas SneltingVertreter des KJS Unna
Dr. KirschnerLeiter des Veterinäramtes Unna


Gedenken an die verstorbene Mitglieder

Der Hegering Kamen Bergkamen gedenkt den verstorbenen Mitgliedern

Werner Kumor und Heinrich-Joseph Wulhorst.


Die Mitglieder erwiesen den Verstorbenen durch eine stille Gedenkzeit die letzte Ehre und die Bläsergruppe blies ein letztes Halali.


Grußworte der Ehrengäste

Im Rahmen unserer diesjährigen Mitgliederversammlung durften wir hochrangige Gäste begrüßen. Frau Bürgermeisterin Kappen überbrachte die Grußworte der Stadt Kamen und würdigte insbesondere den gestiegenen Frauenanteil von 20 % sowie die ausgewogene Altersstruktur innerhalb unserer Jägerschaft. Sie sprach den anwesenden Jägerinnen und Jägern ihren Dank für das verantwortungsvolle Wildtiermanagement aus und bekräftigte ihre Unterstützung für die Jagdausübung.

Auch Herr Bürgermeister Schäfer aus Bergkamen bedankte sich für die Wahl des Standorts für das zukünftige Schießzentrum und lobte das Engagement und die Verantwortung der Jägerschaft – verbunden mit einem großzügigen Geldgeschenk.

Im Anschluss bedankte sich unser Vorsitzender Laurenz für die wertschätzenden Worte und überreichte als Gastgeschenk ein Buch zur Geschichte der KJS. Er informierte zudem über anstehende jagdliche Veranstaltungen und Themen, darunter das Event „Jagd erleben“ am 10. Mai 2025, die Jahreshauptversammlung am 12. Mai sowie der „Landes-Jägertag“ in Köln.

Weitere Schwerpunkte waren unter anderem die Sichtung eines Wolfs im Revier, Maßnahmen zur Bejagung invasiver Arten, Hinweise zur Wildkrankheit Myxomatose und ein neues Naturschutzprojekt, das von mehreren Partnern gefördert wird. Ein besonderer Dank galt allen ehrenamtlich engagierten Mitgliedern, die das Rückgrat unserer Kreisjägerschaft bilden.


Ein besonderes Highlight der Versammlung war der Vortrag von Herrn Dr. Kirschner, der anschaulich und praxisnah über die Afrikanische Schweinepest (ASP) informierte. In seinem kurzweiligen Beitrag erläuterte er die Entstehung und Verbreitungswege der Seuche, stellte wirksame Präventionsmaßnahmen vor und ging auf die aktuelle Lage im Kreis Unna ein. Zudem schilderte er detailliert, welche Schritte im Falle eines Ausbruchs zu ergreifen wären, um eine schnelle Eindämmung zu ermöglichen. Sein Vortrag stieß auf großes Interesse und wurde mit viel Anerkennung aufgenommen.


Bericht des Vorstandes

In seinem umfassenden Vortrag informierte Hegeringsleiter Herr Närdemann die Mitglieder über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im jagdlichen Bereich. Zentrale Themen waren dabei:

Verwaltung und Rechtliches

  • Verzögerungen bei der Jagdscheinverlängerung: Aufgrund geänderter Abläufe durch das sogenannte „Sicherheitspaket“ kommt es zu deutlich längeren Wartezeiten bei den Behördenabfragen.
  • Änderungen im Waffenrecht: Neue Regelungen, insbesondere bei der Zuverlässigkeitsprüfung sowie ein generelles Waffenverbot bei bestimmten Veranstaltungen, wurden thematisiert.
  • Rehwildbejagung auf Kalamitätsflächen: In Zusammenarbeit mit der Unteren Jagdbehörde und dem Landesbetrieb Wald und Holz wurde die Möglichkeit geschaffen, ab dem 1. April gezielt auf festgelegten Schadflächen Rehwild zu bejagen.

Tierseuchen und invasive Arten

  • Afrikanische Schweinepest (ASP): Herr Närdemann warnte erneut vor der latenten Gefahr und appellierte an die Einhaltung der geltenden Vorsichtsmaßnahmen.
  • Hasenpest (Tularämie): Ein bestätigter Fall im Raum Kamen macht erneut auf die Wichtigkeit der sicheren Handhabung von Fallwild aufmerksam.
  • Waschbär-Problematik: Mit über 30.000 erlegten Tieren in der Saison 2023/24 gehört der Waschbär zu den größten Herausforderungen im Wildtiermanagement. Besonders betroffen ist die Region Bönen. Neben der Bedrohung der heimischen Arten geht von ihm auch ein gesundheitliches Risiko durch den Waschbärenspülwurm aus. HL Närdemann wies darauf hin, dass erlegte oder gefangene Tiere zur weiteren Untersuchung an die Forschungsstelle gesendet werden sollten – insbesondere aus befriedeten Bezirken, wo die Beauftragten für Marder- und Waschbären besonders gefordert sind.

Großraubwild

  • Wolfsbeobachtungen: Sichtungen im Raum Unna-Billmerich und Dortmund belegen die fortschreitende Ausbreitung des Wolfs. In diesem Zusammenhang erwähnte Närdemann die Herabstufung des Schutzstatus von „streng geschützt“ auf „geschützt“, was perspektivisch Anpassungen im Rahmen der FFH-Richtlinien ermöglichen könnte.

Solidarität und Öffentlichkeitsarbeit

  • Unterstützung für niedersächsische Jägerschaft: Die Teilnahme von KJS-Mitgliedern an einer Großdemonstration in Hannover wurde ausdrücklich gewürdigt – ein starkes Zeichen der Solidarität innerhalb der jagdlichen Gemeinschaft.
  • Mitgliederentwicklung im Hegering: HL Närdemann gab einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Mitgliederzahlen, die sich positiv gestalten.

Ausblick auf geplante Aktionen
Zur Stärkung der jagdlichen Praxis, Weiterbildung und Gemeinschaft kündigte Herr Närdemann folgende Veranstaltungen an:


Bericht der Obleute – Schießwesen, Hundewesen, Brauchtum und Öffentlichkeitsarbeit – Rückblick und Ausblick

Michael Möhring berichtete über das weiterhin wachsende Interesse am Schießwesen. Die Teilnehmerzahlen steigen, und erfreulicherweise wurden die Gebühren zum 1. April 2025 von 15 € auf 10 € gesenkt (ein Schießnachweis kostet zusätzlich 16 €). Die ständige Aufsicht vor Ort übernehmen Wg. Möhring, H.A. Pöll und M. Schneider.
Beim „Heinz-Oberdorf-Gedächtnis-Pokal“-Schießen am 29. Oktober 2024 nahmen 30 Jungjäger teil. Die Sieger waren:
1. Platz: Sven Schubert
2. Platz: Henning Weitner
3. Platz: Nicole Haalboom

Ein besonderes Highlight steht mit der 1. Kleinen HR-Meisterschaft am 14. Juni 2025 bevor, die ab 14:00 Uhr mit Unterstützung von Herrn Wächter (KJS Hamm) durchgeführt wird. Wg. Möhring betonte, dass die Teilnahme nicht nur dem sportlichen Wettbewerb dient, sondern auch eine wichtige Übung für den sicheren Umgang mit der Waffe darstellt.

Im Hundewesen verwies HL Närdemann bei spezifischen Fragen auf den Spezialisten Ralf Sevemann von der KJS.

Auch das Brauchtum wurde lebendig gepflegt. Hans-Albert Pöll berichtete von den Hubertusmessen 2024, die am 1. November in Kamen-Methler (mit Pastor Jochen Vogt) und am 2. November in Heeren stattfanden. Besonders eindrucksvoll war die Messe in Heeren durch die musikalische Begleitung des Bläsercorps Werne sowie die Liturgie von Pastor Uwe Rimbach – ein Vorbild für die Gestaltung künftiger Messen.
Für 2025 sind die Hubertusmessen am 1. November in der Margarethenkirche Methler und am 2. November in der Kirche zum Schloss in Heeren geplant.

Die Jagdhornbläsergruppe besteht derzeit aus 14 regelmäßigen Teilnehmern, die sich wöchentlich zum Üben treffen. 2024/25 trat das Bläsercorps bei zahlreichen Veranstaltungen auf, darunter „Jagd erleben 2024“, die JHV der KJS, die Umwelttage der Gesamtschule Bergkamen auf dem Hof Middendorf, beim Streckelegen nach dem revierübergreifenden Fuchsansitz, dem letzten Halali für Jürgen Darrenberg sowie dem 80. Geburtstag unseres Ehrenvorsitzenden Jochen Trebing.
Im Sommer wurde draußen auf dem Gelände des Schießzentrums geprobt, im Winter fanden die Übungsabende dankenswerterweise im Wohnzimmer von Sandra und Uwe Rimbach statt – eine willkommene Alternative zum kalten Gewächshaus.

In der Öffentlichkeitsarbeit bittet Hans-Albert Pöll weiterhin um fehlende Geburtsdaten zur Vervollständigung der Monatsmeldungen im RWJ, inklusive Geburtstagsgrüßen. Ein besonderer Dank galt Daniel Glock für die engagierte Pflege der Homepage, in deren technische Umsetzung er sich hervorragend eingearbeitet hat.
Zudem konnte nach intensiver Suche ein Nachfolger für Heiner Poppenborg als Obmann der Rollenden Waldschule gefunden werden: Matthias Schneider übernimmt künftig diese wichtige Aufgabe der Umweltbildung.


Ehrungen


John Schaper (25 Jahre), Didi Buschmann und Gunter Vogt (40 Jahre)
Karsten Haumann wurde in Abwesenheit zu
25 Jahren Mitgliedschaft im Hegering geehrt.

Uwe Schenkmann wurde in Abwesenheit zu
40 Jahren Mitgliedschaft im Hegering geehrt.

Friedhard Freisendorf wurde in Abwesenheit zu
50 Jahren Mitgliedschaft im Hegering geehrt.

Für 60 Jahre Mitglied im Hegering wurde in
Abwesenheit Lutz Scholle
geehrt.


Abschluss

Hegeringsleiter Närdemann bedankte sich beim Vorstand für die engagierte Arbeit und erinnerte an die bevorstehenden Termine.

Aufgrund der kurzen Erntezeit im Frühsommer 2024 und der komplexen Flächenstruktur wurde die Anschaffung einer zweiten Drohne zur Kitzrettung diskutiert. Hintergrund ist ein neues Förderprogramm, das bei einer Neuanschaffung bis zu 4.000 Euro Zuschuss gewährt (Kaufpreis: 6.400 Euro). Die Drohne soll ausschließlich für die Kitzrettung eingesetzt werden – ein entsprechender Förderantrag wurde bereits gestellt.

Eine Abstimmung unter den Anwesenden ergab einstimmige Zustimmung. Die Anschaffung wird zudem von Herrn Martin Schröder unterstützt.

Den feierlichen Abschluss bildete das Jagdhornblasen vor dem gemeinsamen Essen.

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